Jonglieren fördert die Verarbeitungstiefe im Gehirn

Jonglieren erhöht die Nervenimpulse und löst damit eine Veränderung der Synapsen aus.

Der deutsche Hirnforscher Prof. Dr. Manfred Spitzer ist Leiter des Ulmer Zentrums für Neurowissenschaften und Lernen und geht davon aus, dass eine größere Verarbeitungstiefe zu einer intensivieren Aktivierung führt und dadurch zu einer Erhöhung der Nervenimpulse, die wiederum Veränderung an den Synapsen auslösen. Genau diese erhöhte Verarbeitungstiefe wird durch das Jonglieren-Lernen bzw. der verschiedenen REHORULI®-Wurf- und Fangübungen mit ein und zwei Bällen ausgelöst . Beim Erlernen einer REHORULI®-Bewegungssequenz müssen einzelne Bewegungskomponenten im Geiste behalten und in die geforderte Reihenfolge gesetzt werden. Bei den REHORULI®-Übungen wird häufig immer nur mit einer Seite ein Ball geworfen und die andere Hand muss dazu eine Bewegung ausführen. Spätestens beim Wechsel, d.h. wenn die jeweils andere Hand werfen bzw. sich bewegen muss, beginnt die „Verarbeitungstiefe“ im Gehirn. Alle REHORULI®-Übungen erfordern eine hohe Konzentration. Dieses Eintauchen in die Bewegungssituation erzwingt spielerisch die Verarbeitungstiefe im Gehirn. Deshalb gehört Jonglieren aus meiner Sicht unbedingt in einer Grundschule als Pflichtfach.